Die Pfade im schwedischen Flachland bilden ein dichtes Netz über weite Teile des Landes: durch Kulturwald, Ackerland, Küstengebiete und Wildnis.
Die Wege sind deutlich gekennzeichnet und besitzen nicht wenige Windschutzdächer und Rastplätze, die zuweilen auch mit Toiletten, Wasserquellen und Feuerstätten ausgestattet sind.
An einigen Pfaden lässt sich in Gästehäusern des STF bequem übernachten.
Weitere Informationen über örtliche Wanderpfade finden Sie einfach auf den Webseiten der entsprechenden Naturverbände und Sportvereine. Auch hier beim STF gibt es allerlei Tipps. Vor allem zu den großen Europapfaden, die Teile von Schweden durchqueren.
Elf europäische Wanderpfade
Die Bezeichnungen von E1 bis E11 meinen etwas entschieden Interessanteres als die europäischen Autobahnen. Es geht um elf Wanderpfade, die quer durch Europa führen. Zwei davon betreffen Schweden, nämlich E1 und E6. Der Erstere geht im Süden weiter nach Dänemark sowie durch Deutschland und die Schweiz nach Italien. Der E6 verläuft durch Dänemark, Deutschland, Österreich über den Balkan bis nach Griechenland. Man kann also von Norrtälje bis zum Mittelmeer wandern!
Der Sinn der Europapfade (European long distance footpaths: E-paths) besteht darin, der Zusammengehörigkeit von Menschen verschiedener Länder Ausdruck zu verleihen. Gibt es eine bessere Art, Natur, Kultur und Menschen eines Landes kennen zu lernen als durch Wandern?
In Schweden sind die Europapfade dadurch entstanden, dass vorhandene regionale Wege auf natürliche Weise miteinander verbunden wurden.
Warum auf E1 und E6 durch Schweden wandern?
Wenn man auf einem Abschnitt des E1 oder E6 wandert, ist es ein schöner Gedanke, sich vorzustellen, dass man sich auf einem Pfad befindet, der ganz weit entfernt beginnt und endet. Ist es nicht faszinierend, dass man nach einer Überfahrt zur dänischen Seite durch Deutschland, die Schweiz und Italien wandern und am Ende bei Genua über das Mittelmeer schauen kann? Wenn man auf dem E6 hinter Malmö den Öresund überquert und dann durch Dänemark, Deutschland, Österreich und Slowenien wandert, erblickt man in der Nähe von Triest das Adriatische Meer.
E1 in Schweden: von Varberg nach Grövelsjön
Der E1 beginnt in Varberg, mündet in den Hallandpfad, geht weiter auf Bohusleden, Vildmarksleden, Knalleleden, Sjuhäradsleden, Redvägsleden, Västra Vätterleden, Bergslagsleden, Malingsbo-Kloten, Sméleden, die Sennhüttenpfade von Gagnef, Siljansleden, Vasaloppsleden sowie von Sälen nach Grövelsjön. Die Wege verlaufen im Flachland, und erst ganz im Norden wird es etwas bergig. E1 wurde 1992 eingeweiht und ist innerhalb Schwedens insgesamt 1200 Kilometer lang.
E6 in Schweden: von Malmö nach Grisslehamn
In Malmö beginnt der E6 mit dem Skånepfad, geht weiter auf Hallandsleden, Gislavedsleden, Höglandsleden, Östgötaleden, Sörmlandsleden und Roslagsleden bis Grisslehamn. Sämtliche Wege führen durch Flachland. E6 wurde 1990 eingeweiht und ist insgesamt 1400 Kilometer lang.
Weitere Informationen über die Pfade?
In Schweden erhält man Information in Form von Broschüren, Karten und zuweilen Büchern über die regionalen Pfade, die zu E1 und E6 gehören. Das Buch „Vandra i Sverige“ von Lars Magnusson (Rabén & Sjögren in Zusammenarbeit mit dem STF, 2000) enthält Nützliches über die meisten Wanderwege in Schweden. Ein eigenes Buch über die schwedischen Abschnitte von E1 und E6 gibt es nicht, aber eine Übersichtskarte können Sie hier downloaden.
Wie wandert es sich auf E1 und E6 in Schweden?
Die schwedischen Abschnitte von E1 und E6 sind regionale und lokale Wanderpfade. Sie sind nicht sonderlich schwierig, und auf den meisten von ihnen kann man vom Vorfrühling bis zum Spätherbst wandern. In den Teilen Südschwedens, wo der Schnee kein besonderes Hindernis darstellt, kann man auch ganzjährig wandern. Eine spezielle Ausrüstung ist nicht notwendig. Gute Schuhe oder Stiefel sowie Regenkleidung sind ratsam, brauchen aber nicht ausdrücklich für die Wanderung angeschafft zu werden.
Die Pfade sind gekennzeichnet, meist mit einem orangefarbenen Band um einen Baum oder Pfahl. An geeigneten Start- und Zielpunkten stehen in der Regel Informationstafeln. Um zu markieren, dass ein Weg zum E1 oder E6 gehört, sind in größeren Abständen besondere Tafeln platziert, zwischen denen etwas häufiger die Europapfadmarken zu sehen sind: gelbe Europasterne auf blauem Grund, in der Mitte E1 beziehungsweise E6.
Zahlreiche Pfade sind mit Windschutz oder Rastplätzen versehen, manche auch mit Toiletten, Wasserstellen und Feuerstätten. Hat man einen Schlafsack dabei, kann man hier übernachten, auch wenn leichtes Gepäck nicht zu vermeiden sein wird. An einigen Wegen stehen unbemannte Hütten zum Übernachten. Ansonsten können Wanderer in Gästehäusern, Campingplätzen, Bed & Breakfast, Wirtshäusern oder Hotels einkehren, falls man mehrere Tage lang unterwegs sein möchte. Zuweilen gibt es diese Möglichkeiten direkt am Weg, manchmal muss man sich ein wenig vom Pfad entfernen. STF-Gästehäuser in der Nähe von Wanderpfaden sind hier unten angegeben. Weitere Information darüber erhalten Sie, wenn Sie das jeweilige Gästehaus anklicken.
Hier einige Links zu Informationen über regionale und lokale Pfade, die von Süd nach Nord zum E1 und E6 gehören.
Weitere Information über E1 und E6 in Schweden
E1 in Schweden
E6 in Schweden
Karte
Europapfade (PDF, DIN A3)
Europapfade (PDF, DIN A4)
Hinweisschilder an größeren Raststätten entlang dem E1 und E6.
Lesen Sie mehr auf http://www.era-ewv-ferp.org/