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Schlechtes Wetter, schwieriges Gelände und unerwartete Verletzungen können in den Bergen zu gefährlichen Situationen führen. Als Tourist darf man das nicht vergessen. Die Bereitschaft zu selbstständigem Denken und zur Übernahme von Verantwortung für die eigene Sicherheit ist grundlegend für den Aufenthalt im Gebirge.

Auch die perfekteste Ausrüstung kann gesunde Vernunft, Erfahrung und Wissen nicht ersetzen.

Prinzipielle Ratschläge für sichere Bergtouren sind: nie allein fahren, im Winter Spaten und Windsack mitnehmen, geplante Route mitteilen, gekennzeichneten Pfaden folgen und Wetterbericht hören.

Bergwacht
Jeder Polizeibezirk, zu dem Gebirgsgelände gehört, verfügt über eine Bergwacht. Dessen Mitglieder sind Polizisten und Ortsansässige mit Erfahrung, insgesamt etwa 350 Personen.

Bei den Einsätzen der Bergwacht geht es nicht nur um die Suche nach vermissten Skiläufern und Wanderern. Mindestens ebenso häufig rückt sie aus, um eine verletzte oder erkrankte Person nach Hause zu transportieren.

Die Bergwacht kann von den Notruftelefonen, die an zahlreichen Plätzen in den Bergen stehen, direkt erreicht oder über den allgemeinen Notruf 112 angerufen werden.

Notruftelefon
Notruftelefone sind in allen Berghütten vorhanden, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Information darüber erhalten Sie auf dieser Website unter der jeweiligen Hütte sowie in den Unterständen entlang des Wegsystems. Von diesen Telefonen aus bekommen Sie direkten Kontakt zur Leitungszentrale von Polizei und Bergwacht.

Über das Telefon können Sie mitteilen, falls etwas geschehen ist. Auch wenn Sie etwa auf Ihrer Tour verspätet sind und vermeiden wollen, dass Angehörige unruhig werden. Polizei und Einsatzleitung helfen Ihnen gerne, die Information weiter zu befördern. Auf diese Weise wird der Bergwacht möglicherweise ein unnötiger Einsatz erspart. Sie dürfen das Telefon auch benutzen, um Informationen und Ratschläge einzuholen.

Schreiben Sie Mitteilungen
Sie sollten stets jemanden über Ihre Gebirgstour informieren. Wenn Sie eine Tagestour von einer Fjällstation oder einem Berghotel aus machen, können Sie dort meistens eine Mitteilung hinterlassen. Die meisten Anlagen haben besondere Formulare dafür.

Wer für mehrere Tage aufbricht, sollte einen Angehörigen über die geplante Route informieren.

Eine ausführliche Mitteilung über den geplanten Weg, die beabsichtigten Zeiten, die Reisekameraden und die Ausrüstung erleichtert die Arbeit der Bergwacht, falls jemand vermisst wird oder ein Angehöriger sich Sorgen macht. In der Regel ruft die Polizei zuerst im Hotel, bei den Fjällstationen oder über das Notruftelefon in den Hütten an, um sich zu erkundigen, ob der Gesuchte dort gesehen wurde.

In Berghütten und Unterständen gibt es spezielle Gästebücher, in die man sich eintragen sollte, wenn man dort vorbeikommt. Diese Mitteilungen werden jedoch nur eingesehen, wenn jemand als vermisst gemeldet wird.

Das Schreiben dieser Mitteilungen hilft einem selbst und anderen.


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